# Einen Aufstellplan für Ihre Baustelleneinrichtung erstellen

Land: Deutschschweiz. Sprache: de-CH. Stand: 2026-09-29.

Original: https://containerbook.de/ch/baustelleneinrichtung/planung

Ein brauchbarer Aufstellplan zeigt nicht nur Rechtecke. Er erklärt, wie die Module an ihren Standort gelangen, wo Menschen arbeiten und welche Leitungen die Anlage versorgen. Beginnen Sie mit einer Skizze des Geländes und ersetzen Sie vor der Bestellung alle angenommenen Masse durch die Angaben der tatsächlich angebotenen Module. Raumplan, Montageablauf und Baustellenverkehr müssen zueinander passen.

## Das Gelände als gemeinsame Grundlage aufnehmen

Tragen Sie Grundstücksgrenzen, bestehende Bauten, Tore, Zufahrt und nutzbare Flächen ein. Kennzeichnen Sie Gefälle, erkennbare Hindernisse und Bereiche, deren Tragfähigkeit noch zu prüfen ist. Ergänzen Sie Fotos mit Blickrichtung und Datum. Eine Luftaufnahme kann helfen, ersetzt aber keine Prüfung vor Ort. Schreiben Sie offene Masse ausdrücklich an die Skizze, damit eine unbestätigte Annahme nicht versehentlich als Ausführungsangabe in weitere Pläne gelangt.

## Räume und Nutzer im Plan zuordnen

Listen Sie Büro, Besprechung, Aufenthalt, Garderobe und Sanitärbereich mit der geplanten Nutzung auf. Ergänzen Sie vorhandene Einrichtungen und gemeinsam nutzende Unternehmen. Zeichnen Sie Möbel, Türbewegungen und Zugänge ein. Prüfen Sie den Weg vom schmutzenden Arbeitsbereich zur Kleidung und zum Pausenraum. Eine zusammenhängende Fläche ist nicht automatisch sinnvoll aufgeteilt, wenn gleichzeitig mehrere Gruppen ankommen oder Besucher durch private Umkleidebereiche geführt werden.

## PDF, DWG oder DXF richtig anfragen

Fordern Sie eine bemasste Zeichnung der angebotenen Ausführung an, mit Planstand und Referenz zum Angebot. Bei CAD-Dateien klären Sie Zeichnungseinheit, Massstab und verwendete Layer. Kontrollieren Sie nach dem Einfügen eine bekannte Länge. Eine einfache Kontur dient nur der frühen Anordnung; Türen, Treppen, Auflager und Anschlüsse müssen ergänzt werden. Bitten Sie bei Änderungen um einen neuen Planstand statt nur um eine mündliche Beschreibung.

## Den Entlade- und Montageablauf zeichnen

Zeigen Sie Fahrzeugposition, Rangierbereich, mögliche Kranabstützung und den Weg des gehobenen Moduls. Lassen Sie diese Angaben vom Transportunternehmen beziehungsweise Montagebetrieb prüfen. Unterscheiden Sie die dauerhaft belegte Fläche von vorübergehend benötigten Arbeitsbereichen. Bei einer verbundenen Anlage kann die Reihenfolge der Lieferungen entscheidend sein. Vereinbaren Sie, welche Flächen am Liefertag frei sein müssen und wer Zufahrt und Übergabe vor Ort organisiert.

## Versorgung und Servicewege sichtbar machen

Tragen Sie Wasser, Abwasser und Strom mit Anschlussdaten, Lage und Höhen ein, soweit bekannt. Markieren Sie Querungen von Fahr- oder Gehwegen und notwendige Schutzmassnahmen zur weiteren Planung. Bei Tanks gehören Servicezufahrt und Entleerungspunkte dazu. Lassen Sie den technischen Anschluss durch die zuständigen Fachbetriebe festlegen. Eine Linie im Lageplan bestätigt noch keine ausreichende Leistung, Entwässerung oder geeignete Ausführung für Frostperioden.

## Den Plan mit den Verantwortlichen abstimmen

Die Suva empfiehlt, die Arbeitssicherheit bereits in der Planung zu koordinieren. Stimmen Sie Ihren Plan mit dem baustellenspezifischen Sicherheitskonzept ab. SECO erläutert, dass auch Lage und Erreichbarkeit der Sozialräume zu berücksichtigen sind. Klären Sie mit der Standortgemeinde die baurechtlichen Anforderungen und die Nutzung weiterer Flächen. Ein freigegebener Lieferplan ist nicht automatisch eine behördliche Baubewilligung für die gesamte Anlage.

Sind mehrere Betriebe an einem Arbeitsplatz tätig, verlangt ArGV 3 Art. 8 eine Abstimmung der Gesundheitsschutzmassnahmen und die Information über gegenseitige Gefährdungen. Halten Sie daher Nutzer, Unterhalt und Zugang gemeinsam genutzter Räume fest. Die Arbeitgeber müssen ihre eigenen Beschäftigten entsprechend informieren. BauAV Art. 8 und 9 verlangen zudem eine mögliche Rettung, bekannt gegebene Notrufnummern und sicher erreichbare Arbeitsplätze. Prüfen Sie den Plan auch nach jeder Verlegung der Einrichtungen.

## Veränderungen während der Baustelle einplanen

Zeichnen Sie bei Bedarf getrennte Varianten für Einrichtung, Hauptarbeiten und Rückbau. Wächst das Team, ändern sich möglicherweise Räume, Nutzung und Versorgung. Prüfen Sie, ob spätere Module noch angefahren und gehoben werden können. Legen Sie einen Ansprechpartner für Planänderungen fest. Für die Rückholung sollten Entladeflächen und Trennstellen ebenfalls erreichbar bleiben; ein zwischenzeitlich errichtetes Gebäude kann den ursprünglich vorgesehenen Weg versperren.

## Mit einem prüfbaren Stand in die Anfrage gehen

Versenden Sie denselben Planstand an alle angefragten Anbieter und nennen Sie die offenen Punkte. Bitten Sie um Offerten in CHF, die die geplanten Leistungen einzeln zuordnen. Vor Nutzung sollten Ausführung und vereinbarter Plan gemeinsam kontrolliert werden. Halten Sie Abweichungen, noch fehlende Arbeiten und Zuständigkeiten fest, damit die Übergabe nicht auf dem blossen Abstellen der Module beruht.

- Bemasster Lageplan und Fotos der Zufahrt.

- Raum- und Möblierungsplan der angebotenen Ausführung.

- Anschlussdaten, Montagefolge und verantwortliche Betriebe.

- Planstand, offene Prüfungen und vorgesehene Übergabe.

## Weiterführende Ratgeber

- [Baustelleneinrichtung in der Schweiz vorbereiten](https://containerbook.de/ch/baustelleneinrichtung)

- [Vorschriften für Baustellencontainer in der Schweiz](https://containerbook.de/ch/baustelleneinrichtung/vorschriften)

- [Kosten der Baustelleneinrichtung in der Schweiz vergleichen](https://containerbook.de/ch/baustelleneinrichtung/kosten)

- [Container in die Schweiz transportieren und abladen](https://containerbook.de/ch/container-transport)

Redaktionelle Orientierung. Die zuständige Behörde und die konkreten Projektbedingungen entscheiden über die anwendbaren Anforderungen.
